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BMBF

„Früher Bildungsdialog 2016 – Wissenschaftskommunikation zwischen Bildungsforschung und Schule“

Bundesweite Tagung vom 25. bis 26. November 2016



Organisiert durch die Graduate School of Educational Studies (GSoES) der Professional School of Education (PSE) bietet die Tagung am 25. und 26. November 2016 ein abwechslungsreiches Programm: Vorträge, Diskussionen, unterschiedliche Workshops, Kontakt zu Expertinnen und Experten sowie Raum für gegenseitigen Austausch und Vernetzung miteinander.

Am ersten Tagungstag wird das Tagungsthema nach einer Einführung von Prof. Dr. Katrin Sommer durch zwei Plenarvorträge inhaltlich aufgefächert. Dabei erfolgen verschiedene Blickrichtungen auf den Dialog zwischen Bildungsforschung und Schule. Dr. Max Knogler (TU München) referiert über das 2014 gegründete und von ihm koordinierte „Clearing House Unterricht“ und damit über die Entwicklung neuer innovativer Formate für eine praxisorientierte Aufbereitung von Forschungsergebnissen. Prof. Dr. Barbara Koch (Universität Kassel) nimmt vor dem Hintergrund der Transferforschung die organisationalen Bedingungen des Dialogs in den Blick. Ihre Thesen: Transferfähige Innovationen erfordern keine umfassenden Veränderungsprozesse an Schulen, sondern knüpfen an Bestehendes an, treffen auf einen innerschulischen Bedarf und sind für die Zielgruppe passgenau.

In der nachfolgenden Poster-Session können alle interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer mittels Postern einen Einblick in ihre Forschungsarbeiten und Projekte geben. Hiermit wird eine erste Möglichkeit für den thematisch-inhaltlichen Dialog der Tagungsteilnehmer geboten.

Am Nachmittag erfolgen für alle Teilnehmer nacheinander die beiden ersten Teile des insgesamt dreiteiligen Workshop-Programms der Tagung. Das Ziel der Workshops insgesamt ist, passgenaue Unterstützung für die erfolgreiche Weiterarbeit an dem eigenen, vorher eingereichten Projekt zu erhalten (Siehe „Call for Paper“). Diese soll in den Workshops I, II und III von den die Gruppe leitenden Expertinnen und Experten, aber auch von den anderen Teilnehmern kommen. Häufig zeigen sich Gemeinsamkeiten bei dem Praxis-Transfer verschiedener Arbeiten, so dass sich gemeinsame Lösungen finden lassen. Aufgrund von Spezifika der Fachkultur der jeweiligen Disziplin als auch der zugehörigen unterrichtspraktischen Organe werden die Teilnehmer und Referenten bei den Workshops I bis III nach Fachgruppen aufgeteilt. Als konkretes Produkt der Tagung erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem gemeinsamen Schreibprozess Artikel. Dabei können die zwei oder mehr Autoren aus benachbarten Fächern kommen – also ein interdisziplinärer Text entstehen. Es können bei den Autoren aber auch verschiedene Perspektiven eingenommen werden, wenn zu der wissenschaftlichen Perspektive eine Praxis-Perspektive kommt. Ziel und Gewinn ist der höhere Reflexionsgrad, ausgehend von einer strukturellen Unterschiedlichkeit zwischen wissenschaftlichem Wissen und praktischem Handlungswissen.

Die Artikel erscheinen im Herbst 2017 nach einem Auswahlverfahren in einem Sammelband, begleitet von weiteren Experten-Beiträgen. Zur Fokussierung sollen sich die Artikel inhaltlich drei aktuellen Bildungsthemen zuordnen lassen: Außerschulische Lernorte, Heterogene Schülerschaft, Professionelles Lehrerhandeln.

  • „Workshop I: Auftakt zum Dialog“. Hier eröffnet sich die Gelegenheit, die anderen Tagungsteilnehmer, ihre Professionen und ihre Forschungsinteressen näher kennenzulernen, um – nach Fachgruppen orientiert – Schreibpartner für einen gemeinsamen Artikel zu finden. Der Prozess wird durch professionelle Methoden der Mitarbeiterinnen des Schreibzentrums der RUB angeleitet.
  • „Workshop II: Dialog mit Verlagen“. Hier treffen die Tagungsteilnehmer, jeweils nach Fachgruppen aufgeteilt, auf Herausgeber und Redakteure von renommierten Zeitschriften für die Unterrichtspraxis. Die Verlagsvertreter informieren dabei die Tagungsteilnehmer in Hinblick auf ihre Projekte über Möglichkeiten, Wege und Formate einer unterrichtspraktischen Publikation.

Am zweiten Tagungstag erfolgt der dritte und zentrale Teil des Workshop-Programms der Tagung: „Workshop III: Publizieren im Dialog“. Hier entwickeln die bereits am ersten Tagungstag gebildeten Autorenteams durch das Aushandeln und Absprechen auf verschiedenen Ebenen u.a. unterschiedliche Perspektiven sowohl auf den gemeinsamen Gegenstand als auch auf dessen gemeinsame Darstellung. Dies führt oft dazu, dass das gemeinsame Schreiben zeitaufwendiger ist. Für jedes Publikationsteam sind daher je nach Publikationsziel, Inhalt, Lebensrealität etc. verschiedene Vorgehensweisen sinnvoll. Um sich schon zu Beginn des gemeinsamen Arbeitsprozesses mit möglichen Vorgehensweisen und Schwierigkeiten dabei auseinanderzusetzen, bekommen die Teilnehmer hier Zeit und Raum für die ersten inhaltlichen und zeitlichen Planungen. Die abschließende Plenumsphase der Tagung wird gestaltet und moderiert von den Doktorandenvertreterinnen der GSoES (Franziska Früh, Angelina Keuschnig, Valentina Nachtigall, Saskia Weitekamp) Weitere Informationen.

Zu dem Rahmenprogramm der Tagung gehört am ersten Tagungstag ein Conference-Dinner mit einem abendlichen „Junior meets Senior".

Vielen Dank an Dr. Claudia Priebe, die als abgeordnete Lehrerin im Alfried Krupp-Schülerlabor sowie am Germanistischen Institut der RUB ihre Fachexpertise und ihr Praxiswissen in die Gestaltung der Tagung eingebracht hat.

Die Tagung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, wir danken für die großzügige Unterstützung.


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