Kontakt

Prof. Dr. Katrin Sommer
(Leiterin)
Gebäude NCDF 05/795
Universitätsstr. 150
D-44801 Bochum
0234 32-27522
katrin.sommer@rub.de

Marie Vanderbeke
Gebäude SH 1/169
Universitätsstr. 150
D-44801 Bochum
0234 32-29884
marie.vanderbeke@rub.de

Alina Hegemann
Gebäude NCDF 05/796
Universitätsstr. 150
D-44801 Bochum
0234 32-28941
alina.hegemann@rub.de

Links

Professional School of Education
http://www.pse.ruhr-uni-bochum.de/


Alfried Krupp-Schülerlabor
http://www.aks.ruhr-uni-bochum.de


Promotionskolleg "Wissenschaftsvermittlung im Schülerlabor"
http://www.aks.ruhr-uni-bochum.de/forschen/promotionskolleg.de


Bundesministerium für Bildung und Forschung
https://www.bmbf.de/

Nachwuchskonferenz - Das Tagungsprogramm

Hier finden Sie eine Übersicht über das vorläufige Tagungsprogramm der Nachwuchstagung "Wissenschaftliche Erforschung und Evaluation von Schülerlaboren" als PDF-Download.

Keynote-Speaker

Wir freuen uns, dass wir für unsere Konferenz Frau Prof. Dr. Lewalter (TU München) und Herrn Prof. Dr. Wilhelm (PH Luzern) als Keynote-Speaker gewinnen konnten.

Prof. Dr. Doris Lewalter studierte Pädagogik, Psychologie und Kunstgeschichte an der LMU München. Nach einer Dissertation zum Thema „Lernen mit Bildern und Animationen" habilitierte sie 2003 an der Universität der Bundeswehr München. Ihre Habilitationsschrift befasste sich mit der theoretischen und empirischen Analyse von Emotion und Motivation in pädagogischen Kontexten. 2004 folgte der Ruf an die RWTH Aachen als Professorin für Erziehungswissenschaften. 2006 wechselte Frau Lewalter an die TU München wo sie seitdem die Professur für Gymnasialpädagogik innehat.

Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Bedingungen und Entwicklung von Lernmotivation, Interessensentwicklung, die Nutzung außerschulischer Lernumgebungen in der formellen Schulausbildung, Lernen mit neuen Medien, Lehr-Lern-Prozesse in formellen Lernsettings sowie die Evaluation informeller Lernumgebungen.

Frau Prof. Lewalter hält einen Vortrag zum Thema Interessenförderung am außerschulischen Lernort Schülerlabor.

Prof. Dr. Markus Wilhelm studierte Biologie, Biochemie sowie Entwicklungshilfe (NADEL) an der ETH Zürich. Er schloss seine Promotion zur Erhaltung und Förderung der Pflanzenvielfalt im Gebiet Zürich im Geobotanischen Institut an der ETH an sein Studium an und beendete sie 1996. Nachdem Herr Wilhelm zwischen 1996 und 2006 als Fachlehrer in der Sekundarstufe I gearbeitet hatte, nahm er 2006 zunächst eine Stelle als externer Dozent an der ETH Zürich an. Parallel arbeitete er als Fachleiter für Naturwissenschaften an der PH Luzern. 2007 erhielt er den Ruf der PH Luzern und arbeitet seitdem dort als Professor für die Naturwissenschaften und ihre Didaktik. 2014 erhielt er eine Honorarprofessur der Fakultät Natur- und Geisteswissenschaften der PH Heidelberg.

An der Universität Pädagogischen Hochschule Luzern ist er Co-Leiter des Lernlabors Luzern und untersucht dort seit 2015 die Lernwirksamkeit und Interessenförderung am außerschulischen Lernort Technorama (Swiss Science Center).

Herr Prof. Wilhelm ist Leiter des Instituts für Fachdidaktik Natur Mensch Gesellschaft, dem seit 2016 auch die Fachstelle für Didaktik außerschulischer Lernorte der PH Luzern angeschlossen ist. Er wird in seinem Vortrag 10 Thesen zum Lehren, Lernen und Forschen an außerschulischen Lernorten präsentieren. Diese Thesen unterstützt er in seiner Präsentation mit Forschungsbeiträgen zu Lernlaboren.

Workshops

Die Nachwuchstagung bietet Ihnen die Möglichkeit, über unterschiedliche spezifische Workshops am 25.11.2017 Ihre methodischen Forschungskompetenzen weiter auszubauen. Dafür werden folgende Workshops angeboten:

A: Erfassung von Interesse mit Fragebögen
Workshopleitung: Prof. Dr. Ariane Willems (Georg-August-Universität Göttingen)

Die Untersuchung von Schüler*innen-Interesse und deren Förderung stellt einen zentralen Schwerpunkt in der Schülerlaborforschung dar. So befassten sich seit Engeln (2004) elf weitere abgeschlossene Dissertationsprojekte zum Themenbereich Schülerlabore mit der Untersuchung des aktualisierten Interesses bei Schüler*innen. Bei dieser intensiven Beschäftigung mit dem Gegenstand liegen bislang eher ambivalente Ergebnisse zur Interessensentwicklung vor. Der hier angebotene Workshop wird auf die Feinheiten der unterschiedlichen Interessen-Konstrukte sowie deren Erhebung eingehen. Dabei wird der Fokus auf fragenbogenbasierten Studien liegen.
Die Workshopleitung liegt bei Prof. Dr. Ariane Willems. Sie ist seit 2015 Professorin für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt empirische Unterrichts- und Lernforschung an der Georg-August-Universität Göttingen. Zuvor studierte sie Mathematik und Englisch an der RWTH Aachen um dann an der TU München zu dem Thema „Bedingungen des situationalen Interesses im Mathematikunterricht“ zu promovieren. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Qualität und Wirkung von Ganztagsschulen, soziale Ungleichheit, die Messung von situationalem und individuellem Interesse, schulische Interessensförderung und quantitative Forschungsmethoden.

B: Fragebogenbasierte Untersuchung von epistemologischen Überzeugungen
Workshopleitung: Prof. Dr. Kerstin Kremer (Christian-Albrechts-Universität Kiel und IPN Kiel)

Epistemologische Überzeugungen sind die Annahmen einer Person über die Herkunft, Struktur, Gewissheit und Rechtfertigung von Wissen. Aufgrund des Ziels von Schülerlaboren, Lernenden die Komplexität wissenschaftlicher Untersuchungen durch einen praxisnahen Einblick in einen Forscheralltag näherzubringen, stellt die Erhebung der epistemologischen Überzeugungen von Schüler*innen eine wichtige Komponente für ein tiefergehendes Verständnis der Wissenschaftsvermittlung an Schülerlaboren dar. In ersten Untersuchungen wurde dieses Konstrukt bereits erkenntnisgewinnend erhoben, bislang liegt aber wenig Forschung zu Einflussfaktoren in Schülerlaboren vor, die Auswirkungen auf die epistemologischen Überzeugungen haben. Neben einem Überblick über die Auswirkungen, die epistemologische Überzeugungen auf Lehr-/Lernprozesse haben und ihre Veränderbarkeit in Lernsettings, wird in dem Workshop verstärkt auf die Erhebung des Konstrukts mittels Fragebögen (u.a. dem CAEB) eingegangen.
Prof. Dr. Kerstin Kremer wird den Workshop leiten. > Prof. Dr. Kerstin Kremer wird den Workshop leiten. Frau Kremer studierte an der Justus-Liebig-Universität Gießen Biologie und Chemie und schloss ihr Studium mit dem Diplom in Biologie sowie mit dem Ersten und Zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien ab. Nach einigen Jahren als Lehrerin folgte 2010 die Promotion in Didaktik der Biologie an der Universität Kassel. Sie war Akademische Rätin an der Universität Kassel tätig, bis sie 2014 einen Ruf an die RWTH Aachen als Universitätsprofessorin für die Didaktik der Biologie und Chemie annahm. 2015 übernahm sie eine Professur für Didaktik der Biologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Zudem ist sie stellvertretende Direktorin der Abteilung Didaktik der Biologie am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN).

C: Videostudien zur Kompetenzerhebung
Workshopleitung: Prof. Dr. Maik Walpuski (Universität Duisburg-Essen)

Um Schüler*innen handlungsorientiert einen Einblick in Forschung zu bieten, werden sie in Schülerlaboren mit Arbeitsmethoden und wissenschaftliche Darstellungsformen konfrontiert. Experimente und das Erwerben von Experimentierkompetenzen stehen in naturwissenschaftlichen Schülerlaboren häufig im Zentrum des Projekttages. Einblick in die Kompetenzen, die Schüler*innen während der Experimentierphasen erwerben, gibt es bis dato jedoch nur wenig. Die meisten Schülerlaborstudien beschäftigen sich stattdessen mit der Wissensakquise von Schüler*innen, welche dann fragebogengestützt erhoben wird. Die Analyse der selbstständigen Schüler*innen-Arbeit im Laborkontext und ihr Kompetenzerwerb beim Experimentieren stellt daher ein wichtiges Desiderat in der Forschungslandschaft dar. Speziell Videostudien bieten sich für eine solche fundierte Analyse von Experimentierkompetenzen an. Dementsprechend bietet dieser Workshop einen Einblick in die Videoerhebung und -auswertung von Kompetenzen bei Experimentierphasen in Schülerlaboren.
Für den Workshop konnte Prof. Dr. Maik Walpuski gewonnen werden. Er studierte Chemie und Deutsch für das Gymnasiallehramt und promovierte dann 2006 zu dem Thema „Optimierung von experimenteller Kleingruppenarbeit durch Strukturierungshilfen und Feedback“. Nach Beendigung seines zweiten Staatsexamens und einer Zeit als Juniorprofessor an der Universität Osnabrück erhielt er 2011 zunächst den Ruf an die Leuphana-Universität in Lüneburg. Er wechselte später an die Universität Duisburg-Essen, wo er seitdem die Professur für Didaktik der Chemie innehat. Seine Forschungsinteressen sind die videoanalytische Untersuchung der Prozessqualität von Chemieunterricht, insbesondere in Experimentierphasen, sowie Kompetenzmodellierung und Kompetenzmessung.

D: Empirische Evaluation von Schülerlaboren durch Lernerinterviews
Workshopleitung: Prof. Dr. Jorge Groß (Universität Bamberg)

Schüler*innen-Vorstellungen zu einem Lerngegenstand spielen für die Arbeit und Begegnung mit authentischen Gegenständen in Schülerlaboren eine wichtige Rolle hinsichtlich ihrer Motivation, ihres Verständnisses und letztendlich ihrer Wissensakquise. Ferner birgt die Erhebung der Lernerperspektive interessante Einblicke in den Lernprozess der Schüler*innen und kann so bei der Evaluation eines Schülerlaborprojekts aufschlussreich für die ablaufenden Vermittlungsprozesse sein. Besonders Schüler*innen-Interviews haben das Potential, umfangreiche, interessante und tiefgehende Informationen über Schüler*innen-Vorstellungen zu Forschung und Wissenschaft sowie deren Relevanz in ihrem Alltag ans Licht zu bringen. Daher wird sich dieser Workshop näher mit der qualitativen Erhebung, Analyse und Verallgemeinerungen von Lernervorstellungen und deren Erhebung durch Interviews auseinandersetzen. Jorge Groß schloss sowohl ein Biologie- als auch ein Lehramtsstudium (Fächerkombination: Chemie, Biologie) an der Universität Hannover als auch ein Studium zum Kommunikationswirt (AKK) in Kassel ab. Mit einem Stipendium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) promovierte er 2006 zur Wirkung außerschulischer Lernorte. Jorge Groß übernahm nach seiner Dissertation 2007 die Arbeitsgruppenleitung der Biologiedidaktik an der Universität Hannover und folgte 2012 einem Ruf auf die Professur für Didaktik der Naturwissenschaften an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Seit 2013 ist er dort Direktor des Instituts für Erforschung und Entwicklung fachbezogenen Unterrichts (EE-feU). Er berät zahlreiche Bildungseinrichtungen und Entwickelte auch passende Evaluationskonzepte. Er ist Mitbegründer des Schülerforschungszentrums der TechnologieAllianzOberfranken. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Untersuchung von Schülervorstellungen und Vermittlungsprozessen, empirische Analysen und Evaluation von Lernangeboten in schulischen und außerschulischen Institutionen sowie die Theorie des erfahrungsbasierten Verstehens. Für sein Engagement erhielt er u.a. 2017 den Ars legendi-Fakultätenpreis für ausgezeichnete Hochschullehre.

Poster-Präsentationen

Für die Vorstellung der Poster-Beiträge sind fünf parallele Poster-Sessions am 24.11.2017 geplant. In diesen Sessions werden die Beiträge nach methodischen und inhaltlichen Kriterien geordnet, sodass die einzelnen Sitzungen thematisch passende Diskussionen und Anschlusspunkte für die Doktorand*innen liefern.
Jede Poster-Session wird durch eine*n Moderator*in aus dem Gebiet der Schülerlaborforschung geleitet: Dr. Heike Itzek-Greulich (PH Heidelberg), Dr. Annika Rodenhauser (Universität Bremen), Dr. Karsten Damerau (Bergische Universität Wuppertal), Dr. Franz-Joseph Scharfenberg (Universität Bayreuth) sowie Prof. Dr. Joachim Wirth (Ruhr-Universität Bochum). Diese Expert*innen sind nicht nur in die Diskussionen der einzelnen Beiträge eingebunden, sie bekommen die Poster-Beiträge auch vorab zur Kommentierung zugesendet und geben am Ende der Poster-Session ein übergreifendes Feedback. Ihre Diskussionsbeiträge stellen sicher, dass alle einreichenden Doktorand*innen hochwertiges und detailliertes Feedback zu ihrem Forschungsprojekt erhalten.
Zu diesem Zweck integriert unser Tagungskonzept auch die Einladung der Betreuer*innen, bei Doktorand*innen, die einen eigenen Poster-Beitrag vorstellen möchten. Die Betreuer*innen werden zentral in den Rückmeldungsprozess für die Poster-Beiträge eingebunden, indem ihnen vorab die Präsentationen einer Poster-Session zugesendet werden, welche sie dann kommentieren. Somit garantiert die Integration der Betreuer*innen als bundesweite Expert*innen im Feld Schülerlaborforschung eine intensive, interdisziplinäre und konstruktive Diskussion in den Poster-Sessions. Zudem wird eine stärkere Vernetzung zwischen den Lehrstühlen vorangetrieben.