Klimawandel findet Stadt. Konzept zur Förderung der Bewertung von Klimafolgen und Anpassungsstrategien in städtischen Raumen im Sinne des entdeckenden und forschenden Lernen

In by 8ideen

Projektbeginn 01.12.2016


Beteiligte CoES-Mitglieder


Prof. Dr. Karl-Heinz Otto
(Geographiedidaktik)


Projektpartner


Leif Mönter
Alexander Siegmund
Katharina Feja
Lena Neumann
Svenja Lüttge


Abstract


Die Folgen des globalen Klimawandels sind längst auch in Deutschland zu spüren. Besonders dicht besiedelte Räume sind durch die Auswirkungen regionaler Klimaveränderungen, z.B. in Form von extremen Hitzebelastungen im Sommer und erhöhten Luftschadstoffkonzentrationen, aber auch durch die Auswirkungen von Extremwetterereignissen, wie Hitzeperioden, Stürme und Starkniederschläge betroffen. Vor dem Hintergrund eines weiterhin zunehmenden Flächenverbrauchs für Siedlungs- und Infrastruktur und der Tatsache, dass über 70% der Bevölkerung Deutschlands in Städten leben, kommt den städtischen Räumen im Zuge des Klimawandels eine besondere Bedeutung zu. Zum dauerhaften Erhalt der Lebens- und Aufenthaltsqualität ist neben dem Klimaschutz auch die Entwicklung und Umsetzung von klimawandelangepassten Anpassungsstrategien notwendig.

Im Rahmen des Projekts "Klimawandel findet Stadt" sollen Kinder und Jugendliche darin gefördert werden, die Folgen des Klimawandels auf Städte beurteilen und nachhaltige Anpassungsstrategien entwickeln zu können. Das Projekt wird in Kooperation der geoökologisch ausgerichteten außerschulischen Lehr-Lern-Labore der drei Projektpartner der "Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Abteilung Geographie" Research Group for Earth Observation (rgeo) sowie den Geographiedidaktikern der Universitäten Trier und Bochum durchgeführt und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

In Anlehnung an den methodisch-didaktischen Dreiklang des Vorgängerprojekts ReKli:B wird der Kern dieses Projektes aus der Verknüpfung von Erfahrungsraum (Lebensumfeld Stadt), Laborraum (schulisch und außerschulisch) und Handlungsraum (Raum zur gesellschaftlichen und individuellen Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen) gebildet. Dabei sollen die Jugendlichen ihre Erkenntnisse weitgehend eigenständig entwickeln, um eine raumbezogene Handlungskompetenz hinsichtlich notwendiger Anpassungsstrategien an die Folgen des Klimawandels im urbanen Raum zu fördern.

Die zu entwickelnden Lernmodule werden von den Projektpartnern mit unterschiedlicher regionaler, inhaltlicher und methodisch-didaktischer Schwerpunktsetzung gemeinsam entwickelt und im Anschluss über die Projektstandorte hinaus verbreitet: In Heidelberg werden Bildungsangebote zum Themenkomplex "Stadtökologie und Biodiversität", in Bochum zu "Gesundheit und Risikoprävention" und in Trier zu "Stadtklima und Stadtplanung" erarbeitet. In Zusammenarbeit mit den je fünf Stützpunktschulen werden die Module entwickelt, erprobt und im Anschluss an allen drei Standorten umgesetzt.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die kostenlose Öffnung der beteiligten Lehr-Lern-Labore als außerschulischer Lernort. Die Module orientieren sich dabei inhaltlich und methodisch an den Vorgaben der Bildungspläne und bieten über raumbezogene Fragestellungen Anknüpfungspunkte für Themen und Methoden aller MINT-Fächer. Eine Integration in den Regelunterricht ist möglich.

Projekthomepage

Schlagwörter:
Außerschulische Lernorte, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Klimawandel, Lernmodule, Risikoprävention



Gefördert durch DBU