Audiovisuelle Medien wie (Video-)Podcasts oder kurze Videoformate bieten vielfältige Möglichkeiten für den Fremdsprachenunterricht. Sie ermöglichen authentische Sprachbegegnungen, fördern das Hör- und Hör-Seh-Verstehen und eröffnen zugleich kreative Zugänge zur Sprachproduktion. Mit dem Einzug der generativen KI in den Klassenraum verändern sich diese Möglichkeiten. Damit audiovisuelle Medien ihr didaktisches Potenzial entfalten können, ist jedoch eine gezielte Gestaltung von Arbeitsaufträgen und Lernarrangements erforderlich.
Der Workshop richtet sich an Lehrkräfte im Fremdsprachenunterricht, die audiovisuelle Medien lernförderlich in ihren Unterricht integrieren möchten. Als theoretischer Bezugspunkt dient das SAMRModell von Puentedura (2012) sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz als Unterstützung bei der Erstellung und Bearbeitung audiovisueller Inhalte, etwa bei der Planung, Aufnahme oder Nachbearbeitung von Podcasts und Videobeiträgen. Diese Perspektiven helfen Lehrkräften, digitale Technologien nicht nur als Ersatz für bestehende Methoden zu nutzen, sondern sie funktional und lernwirksam in Lernprozesse zu integrieren.
Der Workshop führt zunächst in didaktische Grundlagen zum Einsatz audiovisueller Medien im Fremdsprachenunterrichtein. Anschließend werden konkrete Aufgabenformate für verschiedene Unterrichtsphasen gemeinsam analysiert. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Gestaltung von Arbeitsaufträgen, die Hörverstehen, Hör-Seh-Verstehen, Sprachproduktion und Interaktion fördern und zugleich KMK-Kompetenzbereiche (2017) mit KMK funktional-kommunikativen Kompetenzen (2023) verknüpfen.
Der Workshop verbindet somit theoretische Impulse mit praxisnahen Beispielen und bietet Raum für Austausch sowie die Entwicklung eigener Unterrichtsideen für den Einsatz audiovisueller Medien im Fremdsprachenunterricht.
Dozentin: Anja Häusler, anja.haeusler@rub.de, Beauftragte KI und Sprachdidaktik, Professional School of Education
