Center of Educational Studies

Über das Projekt

Selbstreguliertes Lernen in digitalen Lehr-/Lernarrangements stellt Schüler:innen vor besondere Herausforderungen, da Lernende in dynamischen Lernsettings ihren eigenen Lernprozess stärker überwachen und regulieren müssen, als in lehrerzentriertem Unterricht. Und auch wenn diese Selbstregulations- und Selbstbewertungskompetenzen zu den „21st century skills“ gehören, werden sie von Schüler:innen nicht ausreichend beherrscht und an Schulen oft nicht systematisch vermittelt.

Um digitale Medien sinnbringend in Lern- und Unterrichtsprozessen einzusetzen, bedarf es daher eines Frameworks, das Lern- und Entwicklungsprozesse von Schüler:innen sowie Lehrstrategien von Lehrern und schulische Gegebenheiten gleichermaßen beachten. Damit dieses Framework zu einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Schulen beitragen kann, muss es einerseits theoretisch wie empirisch fundiert sein, andererseits nutzungsorientiert entwickelt werden. Dabei muss das Gesamtsystem Schule mit den verschiedenen Akteur:innen in den Blick genommen werden.

Projektziele

Das Projekt „SeReLiDiS“ widmet sich der Aufgabe, im Rahmen eines europäischen Expertennetzwerk zu Selbstreguliertem und Computergestütztem (kollaborativem) Lernen ein fächerübergreifendes Framework für das erfolgreiche Selbstregulierte Lernen an digitalisierten Schulen zu entwickeln. Dieses Framework betrachtet sowohl selbstreguliertes Lernen bei Lernenden als auch erfolgreiche Lehrstrategien bei Lehrkräften und schulische Bedingungen, die selbstreguliertes (kollaboratives) Lernen und Lehren in digitalen Settings zulassen. Dabei werden regionale Bildungsbüros als Vertreter der Bildungspraxis frühzeitig in den Prozess integriert.

Aufbauend auf dem Framework soll eine Forschungsagenda konzipiert werden. Hierfür sollen in Kleingruppen Hot topics erarbeitet werden, die dann in einen gemeinsamen EU-Antrag münden sollen.

In Kooperation mit den Bildungsbüros soll das Framework parallel in ersten Pilotierungen an Schulen implementiert und der Wissenschafts-Praxis-Dialog angestoßen werden.

Wissenschaftliche Nachwuchsförderung begleitet das Projekt, in der Promovierende im Rahmen des Netzwerks an internationales Mentoring-Angeboten und Forschungsaufenthalten teilnehmen können.

Projektergebnisse werden sowohl auf einschlägigen Konferenzen präsentiert als auch über Open Access-Formate publiziert.

ImageImage
English

Ansprechpartner:innen

Image
Prof. Dr. Joachim Wirth
Ressortleitung „Center of Educational Studies“

Mehr
Image
Dr. Marie Vanderbeke
Center of Educational Studies, Graduate School of Educational Studies und Internationalisierung

Raum: GAFO 05/622
Image
Dipl.-Psych. Flora Mehrabi
Lehrstuhl für Lehr-Lern-Forschung Institut für Erziehungswissenschaft

Universitätsstr. 150
44801 Bochum

Raum: GA 2/134
Image
Lisa Dautz
Verwaltung finanzielle Förderlinien

Universitätsstr. 150
44801 Bochum