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"Demokratien müssen die Würde aller schützen. Daher muss Vielfalt respektiert werden - mit Zivilcourage, Empathie und kontinuierlicher Selbstreflexion."
© RUB, Marquard
    „Minderheitenschutz heißt: Eine Gesellschaft schützt aktiv jene, die ausgegrenzt werden – rechtlich und im Alltag.“
    In der Geschichte hat sich schon oft gezeigt, wohin fehlender Schutz führt – unter anderem im Holocaust. Deshalb reicht es nicht allein aus, Rechte nur zu haben: So muss beispielsweise jüdisches Leben sichtbar, sicher und selbstverständlich möglich sein. Das heißt auch: Antisemitische Klischees erkennen, widersprechen und Verantwortung übernehmen – jeden Tag.

    „Religiöse Freiheit bedeutet: Jede Person darf glauben (oder nicht), wie sie will und an was sie will, ohne Angst. Die Religionsfreiheit ist in Art. 4 GG gesetzlich geschützt.“
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    Was heißt Minderheitenschutz im Alltag?

    Minderheitenschutz im Alltag bedeutet, diskriminierenden Aussagen nicht zu tolerieren, sondern ihnen aktiv zu widersprechen. Dazu gehört, Vorurteile zu hinterfragen, Wissen über bestimmte Personengruppen und ihre Geschichte zu erweitern und Sensibilität für verschiedene Formen von Diskriminierung zu entwickeln. Wichtig ist auch, Betroffenen zuzuhören, ihre Perspektiven ernst zu nehmen und solidarisch zu handeln. In Schule, Arbeit und Öffentlichkeit kann man Räume schaffen, in denen Vielfalt respektiert wird. Zivilcourage, Empathie und kontinuierliche Selbstreflexion sind zentrale Schritte, um Minderheitenschutz konkret zu leben.
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    Projekte an der Ruhr-Universität

    EMPATHIA³ ist ein Forschungsverbund. Unser Ziel ist es, angehende Polizist:innen und Lehrkräfte im Umgang mit Antisemitismus zu professionalisieren. Dazu entwickeln, implementieren und evaluieren wir ein Kerncurriculum zur Antisemitismusprävention. Neben diesem Kerncurriculum erarbeiten wir einen digitalen Test zur Erfassung von Wissen, Kompetenzen und Einstellungen zum Thema jüdisches Leben und Antisemitismus, sowie ein Kursprogramm für die beiden Zielgruppen.

    In den EMPATHIA³ Working Papers werden Teilaspekte der interdisziplinären Verbundforschung beleuchtet, sei es zu spezifischen Themen für die Polizei, die Schule oder den Strafvollzug, oder sei es zu Querschnittsthemen wie historisch-politischer Bildung.

    Zu den Working Papers

    Weitere Themen zur Demokratiebildung

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    Nachhaltigkeit und Demokratie

    GEOGRAPHIEDIDAKTIK

    Wie hängt Nachhaltigkeit mit Demokratie zusammen und welche Rolle spielen Bürger:innen dabei? Finden Sie es hier heraus.
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    Vereinsarbeit und Demokratie

    SPORTPÄDAGOGIK

    Hier finden Sie ein Quiz zu Demokratietypen und Informationen dazu, welchen Beitrag Vereine zur Demokratiebildung leisten.
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    Politisches Wissen

    LEBENSLANGES LERNEN

    Hier finden Sie heraus, welche Rolle politisches Wissen für die Teilhabe in unserer demokratischen Gesellschaft spielt.
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    Informationen im Netz

    KOMPETENZMODELLIERUNG

    Hier finden Sie heraus, warum es für die Demokratie entscheidend ist, die Vertrauenswürdigkeit von Informationen im Netz richtig zu bewerten.
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    Ansprechpartner:innen

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    Dr. Marie Vanderbeke
    Center of Educational Studies, Graduate School of Educational Studies und Internationalisierung

    Raum: GAFO 05/622
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    Jonas Herrmann
    Wissenschaftliche Hilfskraft, Projekt digiLL_COM, Forschung und Internationalisierung

    Raum: GAFO 05/622